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Tierpsychologie
Verhaltensstörungen, unerwünschtes Verhalten, Fehlverhalten kann sich beim Tier in vielerlei Hinsicht zeigen.
Ungehorsam, Aggression, Angst bis hin zur Panik, Prüfungsstress, usw. Die Verhaltensstörung bzw. das Fehlverhalten beeinträchtigt das Verhältnis zwischen Tierhalter und Tier und kann beide Teile unterschiedlich belasten. Die Ursachen können sehr vielfältig sein, sehr häufig ist der Mensch der Verursacher.
Fehler im Umgang von Jungtieren und in der Aufzucht. Häufiger Besitzerwechsel, Erziehung des Tieres durch verschiedene Personen, unsachgemässer Umgang, sind Möglichkeiten der Ursachen. Aber auch mangelnde Abstimmungen der verschiedenen Tiere, sogar in der gleichen Rasse, wie auch körperlichen und psychischen , des einzelnen Tieres ist häufig Ursache für die Entstehung von Verhaltensstörungen. Sowohl die "harte" und konsequente Erziehung als auch die "weiche", nachgiebige Erziehung und von allem eine inkonsequente Erziehung bei grosser Unsicherheit des Besitzers überfordern im Einzelfall die Tiere und können sich dann auf verschiedenste Art und Weise äussern. Es gibt nervenstarke Tiere, die sich nicht so schnell in Hektik bringen lassen, es gibt empfindliche, nervöse Tiere, den der kleinste ungewohnte Reiz sie schon aus der Fassung bringt.
Oft hilft die Erkenntnis, dass diese Zusammenhänge eine Rolle spielen, schon sehr viel weiter, wenn daraus Konsequenzen im Umgang mit dem Tier folgen. Man muss sich immer der eigentlichen Zusammenhänge bewusst sein und versuchen, in jedem Einzelfall zu prüfen, welche Ursachen auf verhaltenstherapeutischer Art im Einzelfall angezeigt sind. Bei der Auslegung und Beurteilung von Verhaltensstörungen sind wir auf fundierte Kenntnisse der Ethologie angewiesen. Nicht alle "Unarten", die der Tierbesitzer für behandlungsbedürftig hält, sind eine Verhaltensstörung. In allen Fällen muss die Haltungsform, der Umgang und der Verwendungszweck in die Diagnose Verhaltensstörung miteinbezogen werden.
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